Mehr als 22 Millionen Menschen nutzen allein derzeit in Deutschland das soziale Netzwerk Facebook. Auf Facebook werden sowohl private wie auch berufliche Kontakte gepflegt. Ein großer Teil aller Facebook Nutzer in Deutchland sind Arbeitnehmer. Soziale Netzwerke vereinfachen die Kommunikation, sie ermöglichen es, Informationen schnell mit einer großen Anzahl von Freunden, Bekannten, Kollegen und Geschäftspartnern zu teilen.

Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. bergen jedoch erhebliche Risiken, die von vielen privaten und professionellen Nutzern unterschätzt werden: Datenverlust, Malware-Infektion, Produktivitätseinschränkung, Netzwerküberlastung und Reputationsverlust. Soziale Netzwerke dienen aber auch dazu, kriminelle Handlungen vorzubereiten: Dem überwiegenden Teil der Angriffe im Bereich der Wirtschaftsspionage gehen heutzutage „Social Engineering“-Maßnahmen voraus. Das heißt, Angreifer bedienen sich sozialer Netzwerke, um Informationen über Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens zu sammeln und so in einem zweiten Schritt leichter an sensible Unternehmensdaten zu gelangen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass hinter solchen Angriffen professionelle Hacker stehen, die im Auftrag von Staaten, kriminellen Organisationen oder Institutionen Informationen stehlen (Spionage) oder Schaden anrichten (Sabotage). Um entsprechende Angriffe erfolgreich oder noch erfolgreicher durchführen zu können, werden – wie in der realen Welt auch – Informationen über die Angriffsziele durch das systematische Auswerten von sozialen Netzwerken gewonnen. Auf Grundlage dieser Informationen werden Vertrauensbeziehungen geschaffen, die genutzt werden, um beispielsweise personalisierte E-Mails“ mit Schadcode im Anhang an den Empfänger im Unternehmen zu senden. Auf diese Weise wird jede Firewall umgangen, da sich der Empfänger durch die perfekt auf ihn zugeschnittene Mail direkt angesprochen fühlt, den Anhang selbstverständlich öffnet und so unbeabsichtigt den Zugang zum Firmennetzwerk ermöglicht, ohne dass dies als Angriff festgestellt werden kann.

Wirtschaftspionage hat sich seit einigen Jahren zu einer realen Bedrohung für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Deutsche Firmen stehen aufgrund ihrer Innovationskraft in nahezu allen Branchen und Forschungsbereichen im Blickfeld ausländischer Nachrichtendienste.

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz unterstützt mit seinem Dienstleistungsangebot die Wirtschaft bei der Abwehr von Spionageaktivitäten und will auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken sensibilisieren. Die Hochschule Augsburg und des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz haben in einem gemeinsamen Projekt hierfür eine Studie veröffentlicht: „Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit“ (Quelle).

Ein Tätigkeitsschwerpunkt der Wirtschaftsdetektei ADECTA ist die Prävention und Abwehr von Wirtschaftsspionage und Konkurrenzspionage. Seit Jahren verzeichnet die Detektei einen enormen Anstieg in diesen Bereichen. Die erfahrenen Ermittler der Detektei raten betroffenen Unternehmen, auch wenn nur ein Anfangsverdacht vorliegt, unverzüglich Experten zu Rate zu ziehen.

Die Studie als PDF zum Download.